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Architektur und Energieberatung

Silke Ringel, Architektin

Thermografie Gebäude (Wärmebildaufnahmen)

 

Wärmebilder werden mit Hilfe einer Infrarot-Kamera aufgenommen. Die unterschiedlichen Temperaturen auf den Bauteiloberflächen werden durch unterschiedliche Farben dargestellt. Betrachtet man die Bilder unter bauphysikalischen Gesichtspunkten, lassen sich verschiedene Schwachstellen ausfindig machen. So können durch die Gebäude Thermografie kalte Stellen am Gebäude ausfindig gemacht werden. An diesen Wärmebrücken kann es zu Tauwasserausfall und somit Schimmelbildung kommen.

 

Was kann man auf Wärmebildern erkennen

Zum einen werden Wärmebrücken sichtbar, die mit bloßem Auge nicht erkannt werden können. Das sind z.B. Stahlbetonteile in der Außenwand eines unsanierten Altbaus, ungedämmte Heizkörpernischen oder eine mangelhaft angebrachte Wärmedämmung. Lassen Sie anschließend diese Schwachstellen an ihrem Gebäude beseitigen, beugen Sie Feuchteschäden und somit Schimmelpilzbildung vor. Zusätzlich verbessern Sie die energetische Qualität.
Prüfen Sie Ihr Gebäude während bzw. nach Sanierungsmaßnahmen mit einer Gebäude Thermografie, so können Wärmebrücken noch innerhalb der Gewährleistungsfrist behoben werden.

Mit einer Wärmebildkamera lassen sich außerdem verschobene oder durchfeuchtete Dämmungen in Dachschrägen und Holzständerwänden lokalisieren. Diese Schwachstellen können Sie sonst nur durch Öffnen der Bauteile erkennen, was aber sehr aufwändig ist.

Undichte Stellen an Fenstern, Türen und anderen Bauteilen lassen sich ebenfalls mittels Gebäude Thermografie erfassen. Diese ungewollte Dauerlüftung können Sie bei Fenstern und Türen anschließend leicht durch Erneuerung der Dichtungen beheben.

Wärmebildaufnahmen von allen Außenseiten des Gebäudes liefern zusätzlich einen energetischen Gesamteindruck des Gebäudes. Sie können sich selbst ein Bild davon machen, welche Bauteile (Fenster, Außenwände…) am schlechtesten gedämmt sind.
Sie sollten jedoch beachten, dass Wärmebildaufnahmen keine Aussage über den Energieverlust in kWh pro Jahr liefern. Hierfür ist eine Berechnung, wie Sie einer Energieberatung zu Grunde liegt, erforderlich. 
 

So erstelle ich Wärmebild-Aufnahmen ihres Gebäudes 

Wenn die Witterungsbedingungen passen, komme ich in den Morgenstunden oder spät am Abend zu ihrem Gebäude. Für einen ersten Überblick erstelle ich Wärmebilder von allen Außenseiten des Gebäudes. Im nächsten Schritt werden dann Details (Fenster, Bauteilanschlüsse…) näher betrachtet. Die Detailaufnahmen erstelle ich je nach Bedarf von außen und von innen.
Wie bei einer Digitalkamera werden die Wärmebilder im Display angezeigt. Das vermittelt Ihnen und mir einen ersten Eindruck.

Folgende Witterungsbedingungen sind notwendig

- ein Temperaturunterschied zwischen innen und außen von mind. 15°C über einen längeren Zeitraum
- keine direkte Sonneneinstrahlung auf das Gebäude, auch nicht in den Stunden vor den Aufnahmen
- kein Regen, Nebel oder zu starker Wind

Diese Vorbereitung müssen Sie für das Aufnehmen von Wärmebildern treffen

1. Heizen Sie alle Räume Ihres Gebäudes vorher ca. 10-12 Stunden lang gleichmäßig auf und lassen Sie dabei alle Raumtüren offen.

2. Anschließend ist es zwingend erforderlich, das Wärmebild mit der dazugehörigen Temperaturskala zu vergleichen, da nur so die tatsächliche Temperaturdifferenz erfasst werden kann. Das heißt, der erste Eindruck auf dem Display kann auch täuschen und zwischen den Farben rot und blau ist nur ein geringer Temperaturunterschied. Es ist deshalb immer eine Auswertung mit einer speziellen Software, sowie eine Betrachtung unter bauphysikalischen Gesichtspunkten nötig.

3. Die Wärmebilder und die Auswertungsergebnisse der Gebäude Thermografie fasse ich anschließend in einem Bericht zusammen und sende ihnen diesen zu.